Radtour DE -> Portugal

Mit dem Solar-Fahrrad habe ich kurz nach seiner Fertigstellung eine Radtour von Deutschland nach Portugal unternommen, insgesamt 3800 km in 45 Tagen. Die Polarsteps-Reiseroute neben weiteren Fotos kann aufgerufen werden unter

Willi’s Radreise nach Portugal statt nach Westafrika.

Bis Straßburg war war mein Sohn noch dabei, ab dort ging es mit dem „Sun Trip Prologue“ weiter.

Straßenbahnbrücke Kehl
Rheinbrücke für Straßenbahn und Fußgänger bei Kehl

Von Straßburg über Elsass und Jura nach Lyon in Frankreich bin ich beim SUN TRIP PROLOGUE mitgefahren. Der Sun Trip ist eine jährlich stattfindende Tour de France, jedoch für Solar-Fahrräder aller Art, und geht üblicherweise von Lyon in Frankreich nach Canton im Südwesten von China, das sind sportliche 12.000 km, für die man 100 Tag Zeit hat. Dieses Jahr wg. Corona nur quer durch Frankreich. Ich will aber nicht nach China, sondern nach Afrika. Da kam der SUN TRIP PROLOGUE gerade recht, denn dieser lag direkt auf der Strecke.

Start des SUN TRIP PROLOGUEs in Straßburg

Auch der Prologue hatte Tagesetappen meist über 100 kam und das in gebirgigem Gelände, jedoch war eine Netz-Nachladung erlaubt und auch Teilnehmer mit nur-Elektro-Fahrrädern waren willkommen. Die meisten Teilnehmer waren Franzosen, die bereits mehrmals mitgefahren sind.

Mittagspause in Soultzmatt (im Elsass, Frankreich)

In Lyon starteten dann die Profis, die rein mit Sonnenenergie bis zu 400 km pro Tag fahren. Den offiziellen Start habe ich in eine kurzen Video festgehalten (siehe Polarsteps, am 10. Tag).

Brücke über die Rhone, zwischen Corbonod und Seyssel.

Ab Lyon ging es dann zu zweit weiter. Ein Teilnehmer des SunTrip-Prologues hatte das gleiche Ziel, er fuhr mit seinem E-Trike. In Istres bei Marseille gab es einen Spezialisten für Solar-Fahrräder, bei dem ich das Solarmodul gegen ein sehr gutes Solarmodul austauschen konnte. Das neue Modul ist vier Zellen kürzer, aber dennoch deutlich leistungsstärker, da die dunkelblauen Zellen die Fläche besser ausnutzen. Gemessen habe ich 124 Watt (3,2 A / 38,7 V) beim neuen Solarpanel und 64 Watt (1,6 A / 40,0 V) beim alten Panel bei direkter Abendsonne.

bei Montelimar
Römische Wasserleitung, vor Arles
La Camarque
Province Frankreich, fotografiert vom Tower Carbonniere
was ist das – ein Christo-Kunstwerk?
Naturschutzgebiet St-Pierre-la-Mer
Port la Nouvelle
Kanal-Rad-Weg vor Perpignan

Entlang der Rhone ging es mit dem Via-Rhone-Radweg (EuroVelo 17) bis ans Mittelmeer. Ab dort bin ich alleine weitergefahren, die Pyrenäen hoch und bis zur spanischen Grenze, die ich bei km 3.808 erreichte. In Frankreich war ich genau 1.500 km bzw. 19 Tage unterwegs.

Grenze Frankreich – Spanien

Die Radwege in Frankreich waren gut ausgeschildert, in Spanien nicht mehr. Zwar gibt es auch in Spanien gute Radwege, aber diese tauchen plötzlich auf, ohne Wegweiser. Gut, das meine Navi App Komoot alle Wege kannte. In Spanien gibt überall (außer ab Malaga und bei Marbella) sehr gut ausgebaute und kaum befahrene Landstraßen entlang der Küste.

in Spanien sind die Zebrastreifen bunt
Corona-Info

Es ging weiter entlang der spanischen Küste Costa Brava nach Barcelona. Durch Barcelona kann man übrigens sehr gut auf Radwegen diagonal durchfahren. Praktischerweise heißt diese Straße auch „Avinguda Diagonal“.

Life a life ypu will remember
Mein neues Motto: Live a life you will remember
Vorderrad-Panne
nicht immer findet man einen so schönen Zeltplatz, wie hier
Waschsalon in Benidorm
Benidorm

Die Infrastruktur generell ist in Spanien sehr gut ausgebaut: Überall Bars und Cafés, viele Grünstreifen und Parks (mit Bänken und Mülleimern, Spielplätzen (ohne Kinder), in Süd-Spanien Brunnen. Touristen-Informationen und viele Restaurants haben WLAN (in Spanien wird das „wifi“, mit „i“ ausgesprochen). Nicht nur die Straßen und Radwege sind in Spanien besser und großzügiger ausgebaut als z.B. in Deutschland oder Frankreich. Es gibt viele Kreise, Nationalparks, aber auch viel gesperrtes Privatland und viele kläffende Hunde. Und es gibt gigantisch große landwirtschaftliche Felder, und ist schon besorgniserregend, wie viel Natur in Spanien zerstört wurde. Wälder gibt es keine mehr, Brachlandschaften nur wenige und nur in Naturschutzgebieten.

Ein- und Ausgang sind getrennt (Corona-Maßnahme)
auf der Burgruine vor Villaricos

Dank der vielen Keisel fahren die spanischen Autofahrer recht langsam und beachten auch die Vorfahrt beim Einfahren in einen Kreisel und bei den vielen Zebrastreifen. Beim Rausfahren aus einem Kreisel oder auf Schnellstraßen ist das leider nicht mehr so. Einmal habe ich sogar Elefanten in einem spanischen Kreisel gesehen, was mich an den Mole Nationalpark in Ghana erinnerte.

Elefanten in Benalmadena
Binsen, Brücke, Wasser
Felsabhang vor Marbella
Spielplatz bei Marbella, eingezäunt und verschlossen

In ganz Spanien haben alle, egal wo sie unterwegs waren, eine Corona-Maske getragen. Also auch z.B. auf abgelegenen Feldwegen. Am Strand und auf Campingplätzen dagegen wurde darauf verzichtet, ganz egal wie dicht die man zusammen war. Gleichzeitig wurde das ganze spanische Festland zum Risikogebiet erklärt.

Flussquerung. Hier im Los Alcornocales Natural Park gab es keine Brücke.
Sackgassen in Jerez de la Frontera. Nach der Fähre-Überfahrt bei Sanlucar de Barrameda gab es keinen Weg, nur Sandstrand. Ich musste wieder zurück und einen Umweg über Sevilla fahren

Mein Handy, und damit meine Navi-App, konnte auf den letzten 500 km nicht mehr aus der Solar-Batterie geladen werden, da der DC/DC-Wandler für die 5-Volt-USB-Stromversorgung ausfiel. Folglich musste ich auf Campingplätzen und in Bars mein Handy aufladen. Überhaupt hat Komoot eine hohen Stromverbraucht und lässt das Handy heiß werden, welches sich dann abschaltet. In diesen Fällen bin ich einfach so, nach Sonnenstand, weiter gefahren.

Pause in Coria del Rio, um nach dem Weg zu fragen und das Handy aufzuladen
Radweg-nicht für Reiter, Pferdefuhrwerke und Autos, vor Aznalcázar. Der Radweg fängt einfach mal so an und hört viele Kilometer später einfach mal so auf.
Grenze Portugal bei km 3.724 nach Start zu Hause. In Spanien bin ich ca. 1.916 km in 20 Tagen gefahren

Nach Portugal mit einer Autofähre. Ein Fluss, der Rio Guadiana, ist die natürliche Grenze. Unweit gibt es auch eine Autobahnbrücke über den Fluss. Ab hier bin ich langsamer unterwegs, bis ich in Faro an der südlichen Atlantikküste von Portugal ankam.

morgendliche Sicht aus dem Zelt
Wald bei Vila Real de Santo Antonio
Abends in Faro, am Hafen
Endlich gönne ich mir mal einen Urlaubstag

Hier, in der Nähe von Faro, habe ich mein Solar-Fahrrad unterstellen können. Jetzt warte ich, bis die Grenzen wieder durchgängig offen sind und ich die Reise nach Ghana fortsetzen kann.

unfreiwillige Rückfahrt, da coronabedingt eine Weiterfahrt nach Marokko nicht möglich war. Hier am Flixbus-Umsteigebahnhof Bus am Seineufer in Paris-Bercy
Ankunft am Wohnwagen in Deutschland

Nach der 45-tägigen, mitunter anstrengenden Fahrradtour und drei Erholungstagen in Albufeira und Faro bin ich Ende August 2020 mit Flixbus (über Lissabon, Madrid und Paris) zurück zu Hause. Mit vielen neuen Eindrücken und vier der gelben Fahrradtaschen kam ich zu Hause an. Hier vor meinem alten Wohnwagen.

Reiseplanung

Eine Reise von Deutschland nach Ghana musste wg. Corona-unterbrochen werden. Zwei Jahre ward die Grenze zwischen Spanien und Marokko dicht. Der Versuch, mit dem Solar-Fahrrad weiter zu fahren, erfolgt am Juni und Juli 2022 (Willi’s Solar-Radtour 2022) und endete im Süden von Marokko.

Corona-Maßnahmen (hier Verhaltensmaßregeln für Rabat) verhinderten 2020 und 2021 so manch eine Reiseplanung.

(Zuvor, genau am 5. Juli 2020 bin ich mit dem Rad einfach mal los gefahren, mit dem Ziel, zu sehen, wie weit ich komme. In den ersten 3 Tage, mit meinem Sohn zusammen, kam ich bis nach Straßburg, anschließend als Teilnehmer des SunTrip-Prologues von Straßburg nach Lyon, dann mit einem weiteren Teilnehmer, der mit seinem Elektro-Trike unterwegs war, bis kurz vor Marseille, und ab dort alleine durch Spanien entlang der Atlantikküste bis nach Süd-Portugal.)

Die gefahrene Strecken können unter Polarsteps verfolgt werden. Die Polarsteps-App zeichnet offline die gefahrenen Strecken auf und wenn unterwegs WLAN (Wifi) möglich ist, mache ich auch Updates von Fotos und aktueller Strecke.

Der Google-Maps-Routenplaner empfiehlt die Strecke durch Algerien und Nieger:

Der Plan, über Marokko, Westsahara, Mauretanien, Senegal, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia und die Elfenbeinküste nach Ghana zu fahren, muss verschoben werden (dafür war ich ein fünftes Mal in Ghana).

geplante Radtour

Für die sicher besonders interessante Strecke zwischen Marokko und Senegal gibt auf Wikivoyage eine ausgearbeitete Touren-Beschreibung. Bei der Durchquerung der Westsahara kann, so denke ich, immer mit guter Sonneneinstrahlung gerechnet werden.

Visa-Übersicht von Fahrrad-Abentheuer-Reisen. Reiseinformationen für alle Länder in Afrika (nicht ganz aktuell, aber eine gute Übersicht), bietet der Afrika-Tourenanbieter.

Stand: 15.02.2023

Dritte Reise 2019

Im Sommer 2019 unternahm ich eine Fahrradtour in der Nähe des Volta-Stausees und besuchte das Nachbarland Elfenbeinküste.

Nkrumah-Memorial-Park in Victoriaborg
Shop in Accra
Akosombo Dam – erzeugt Strom für Ghana und Nachbarländer
Frühstückspause während der Radtour
die Mutter von Thomas – eine gute Tänzerin
uralter, heiliger Baum – er hat eine Verbindung zu einer weißen Frau mit vielen Kindern und wird heute noch bei wichtigen Familienentscheidungen befragt. Dabei wird immer auch Schnaps vergossen, um die Geister zu beschwichtigen
Orange Friday in CC
Duschen in den Wasserfällen von Kintampo
Muslimische Hochzeit, von weitem beobachtet in Bole, kurz vor der Grenze zu Côte d‘ Ivoire
Einladen aller Waren an der Grenzstation auf der Seite von Ghana
Ausladen auf der Seite der Elfenbeinküste
Die Grenze verläuft hier am Black Volta in der Flussmitte. Der Black Volta ist einer der drei Zuflüsse des Volta-Stausees.
Mit diesem Moto war ich unterwegs, …
vorbei an dieser Rinderherde, die die Straße überquerte.
Bouna – den Einreisestempel gabt es nicht an der Grenze, sondern erst hier bei der Police (nicht bei der Gendarmerie, nicht bei der Marie, das muss man erst mal wissen) – von hier sind es nur 97 km nach Burkina Faso, dem nördlichen Nachbarland
Die Tro-Tro-Fahrt war noch abenteuerlicher als alles, was es in Ghana gab
Hier eine wichtige Karte mit allen Grenzstationen von Ghana. Es gibt also weitaus mehr, als in den internationalen Karten eingezeichnet ist. In der Elfenbeinküste war ich nur in Bouna, in Bondoukou und in Niablé.
Ich war dann wirklich froh, wieder im vertrauten Ghana zu sein. Englisch kann ich einfach besser als Französisch.

Video Spielende Jedi-Ritter

Hier wird Brot gebacken und frisch verkauft
Salzgewinnung in Elmina
Von meiner dritten Reise habe ich bunte Waschnetze als Reisemitbringsel mitgebacht. Diese sind genial, viel praktischer als Waschlappen. Leicht und praktisch im Gepäck zu verstauen.

Zweite Reise 2018

Von Juni bis August 2018 fuhr ich in den Süden von Ghana (Cape of 3 points, dem südlichsten Punkt in Ghana) und zu den Sklavenburgen in CC und in Elmina und natürlich zu den Freunden der ersten Reise.

Kautschuk-Gewinnung
viele Kinder, die auch miteinander spielen
stundenlang und in der knallenden Sonne werden die Netze aufgewickelt, nach jedem Fang neu – in Elmina
Süßwasserbaden am Wasserfall – gefällt dem Tropeninstitut gar nicht
Hütte am Strand in Accra
Dusch- oder Toilettenhaus am Strand – ein Jahr später stand die Hütte noch, hatte aber andere Bewohner
Gospel Konzert „Greater Works 2018“ am Independence Square, Accra (gibt’s jedes Jahr)
Malaria – überlebt
Werft in Elmina – alte Boote werden repariert, neue gebaut
frisch gepresste Getränke und einen Klamottenladen gibt im Baobab House, einem von einer deutschen Frau geleiteten Entwicklungshilfeprojekt in Cape Coast
Hinweisschild zu den Akaa Falls, Todesanzeige
Akaa Falls

Erste Reise 2018

Das erste Mal war ich von Ende Dezember 2017 über Silvester bis Februar 2018 in Ghana. Ich wollte insbesondere Leute in Ghana begegnen, ohne diese oder ihr Leben zu ändern. Folglich habe ich bei meiner ersten Ghana Reise keine Touristenattraktionen besucht.

In den sechs Wochen habe ich nur in der Hauptstadt Accra und in der Hafenstadt Cape Coast andere Weiße gesehen, also auch nicht an den Boti-Wasserfällen oder am Botsumtwi-See. Um so mehr wurde mir „Obruni – Obruni (weißer Mann)“ nachgerufen.

eine Siedleragame sonnt sich (bei den Boti-Falls nähe Koforidua). Sie ändern je nach Stimmung und Tageszeit ihre Farbe.
Umbrella-Stone
Dorflinde in Achiase (zwischen Kumasi und dem Stausee Barekese)
am Stausee (Barekese Dam) – Wasserreservoir für Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas
Am Bosumtwi-See, ein großer, kreisrunder See von 10 km Durchmesser. Ich meine, dass es ein Vulkansee sein müsste, aber er soll durch einen Meteorit-Einschlag entstanden sein.
Bosumtwi lake with fishing nets
Am Bosumtwi-See werden Bananas traditionell in Booten ohne Metall transportiert und Süßwasserfische in Netzen gefangen, die von Hand an Land gezogen werden
am Atlanik (Elmina)

Video Fischfang in Cape Coast

in Cape Coast, auf hartem Betonboden
Melcom, eine Supermarkt-Kette. Da geht kaum jemand rein.
Ghana ist ehemalige Kolonie von Groß-Britannien. London Bridge in CC.
Das ist harte Arbeit – Fischfang in Elmina
Schulkinder in Uniform, in Elmina
Kfz-Werkstatt in Koforidua

Nationalparks (Kakum, Mole, Boabeng)

Es gibt nur noch wenige Urwald-Abschnitte in Ghana. Zwei davon sind der Kakum National Park, der 30 km nördlich von Cape Coast liegt, und der Mole National Park im Westen des Landes. Es gibt in Westafrika kein Großwild, folglich ist auch keine Foto-Safari möglich. Aber immerhin kann man in Mole mit etwas Glück Antilopen oder Elefanten sehen.

im Kakum National Park nördlich von Cape Coast
der Baumwipfelpfad „Canopy Walkway“ im Kakum National Park – In 40 Meter Höhe sind die Baumriesen noch mindestens 1 Meter dick.

Sehenswert ist auch die Ortschaft Boabeng-Fiema, die in einem Urwald liegt. Dort leben die heiligen Affen. Es gibt einen eigenen Friedhof, jeder verstorbene Affe bekommt einen eigenen Grabstein.

Affenpark Boabeng: Hier leben die heiligen Affen.
Auch hier gibt es noch Reste des Regenwaldes.
In Boabeng-Fiema kommen die neugierigen Affen bis in die Küchen der beiden kleinen Ortschaften
Übernachtet habe ich oft im Zelt, wie hier in Kintampo, nahe des gleichnamigen Wasserfalls, der nur einige Kilometer nordwestlich von Boabeng-Fiema liegt. Eine so grüne Wiese wie hier ist selten in Ghana.
Eingangsschild des Bole National Parks. Der bekannteste Nationalpark Ghanas liegt in der Savannah Region des Landes.
Rundhütten habe ich nur im Norden von Ghana, jedoch südlich von Tamale gesehen. Sonst sind alle Häuser rechteckig. Kirchen auch mal achteckig.
Übernachtung auf dem park-eigenen Campingplatz. Hier war ich für mich alleine, die meisten übernachten lieber im (überteuerten) Hotel des Parks.
Früh morgens beginnt die geführte Tour zu Fuß durch den National Park.
Ich hatte Riesenglück, die Elefanten zu sehen.
Kob-Antilope. Dafür, dass ich weniger als 24 Stunden in dem Park war und nur zu Fuß -immer mit einem Guide- unterwegs war, habe ich wirklich viel gesehen. Wie gesagt, ich hatte Riesenglück, andere sehen das in zwei Wochen nicht.
Blick auf die Wasserstelle von Oben.
Aburi, ein Städtchen mit guter Aussicht über die Greater-Accra-Ebene, liegt nur 50 km nördlich von der Hauptstadt entfernt und hat einen sehr gepflegten Botanischen Garten.
Termitenhügel gibt es überall in Ghana, nicht nur hier,
im Botanischen Garten von Aburi

Ergänzung 2022: Sehenswert sind auch der EcoPark in Bunso, die Wasserfälle in dem kleinen Kyabobo-Nationalpark an der Grenze zu Togo, die Hippos am Black Volta River in Wechiau (an der Westgrenze zu Burkina-Faso) und die heiligen Krokodile in Kulmasa.

(Test-)Radtour Accra –> Agogo

Ich habe mir für 300 Ghc (ca. 60 EUR) ein gebrauchtes Fahrrad gekauft, mit dem ich etwa 400 km von Accra nach Norden zum Akosombo-Damm (dem großen Volta-Staudamm) und (da gerade kein Boot über dem Volta-See fuhr) von dort weiter bis in das Bergdörfchen Agogo fuhr. Dabei habe ich in den 10 Tagen (hoffentlich) alles erlebt, was für eine größere Tour nötig ist: Stadt und Land, Autobahnen, Schnellstraßen und Feldwege, Sonne und Regen, Gegenden mit und ohne Läden und elektrischen Strom, Übernachtungen Privat, im Zelt, in Guesthouses und in einfachen Hotels. In Agogo habe ich das Fahrrad wieder zum halben Preis verkauft, allerdings kaputt.

Fahrräder kauft man am besten an einer ganz bestimmten Straße im Westen von Accra, nähe „dem“ Circle. Dort gibt es auch Mopets und Motorräder aller Art zu kaufen.

Nichts hat mehr Spaß gemacht, als im Verkehr der Hauptstadt Rad zu fahren. Ich habe mir sogar extra eine große Klingel gekauft, aber gegen das Gehupe der Autos kommt man nicht an. Es ist schon eine Herausforderung, zwischen Fußgängern, Mopeds, Rikschas (neu im Straßenbild) und Tro-Tro-Bussen voranzukommen. Trotz diesem Chaos tragen die Fußgänger alles auf dem Kopf, können also nicht einfach zur Seite springen, und warten wollen diese natürlich auch nicht.

Die Luft war wegen der Autoabgase extrem schlecht. Bei der Botschaft der Elfenbeinküste habe ich auch ein Visum bekommen, dafür musste ich zweimal quer durch Accras Innenstadt fahren – mit dem neuen Fahrrad natürlich.

Am „Circle Kaprais“ werden Fahrräder verkauft. Seit kurzem soll hier auch wieder ein Zug fahren.
Fahrräder aus China, und …
… es kommen täglich immer noch mehr hier an.
Mit dem neuen Fahrrad zur Independence Square
Ganz neu: Radwegbau in Accra entlang der Autobahn. Alle Radwege, die ich gesehen habe, sind völlig unbrauchbar, wegen hoher Bordsteinkanten und im Weg stehender Verkaufsläden.
Hier mal etwas, was halbwegs sinnvoll ist: eine Fußgänger-Überführung, an der einigen Jahren gebaut wurde und die 2019 sogar Treppen und Rampen bekommen hat. Die Autos stehen dennoch im Stau und Verkäufer können immer noch ihre Waren gut verkaufen. Auch auf der Autobahn.
am Volta-Stausee in Akosombo – dem flächenmäßig größten Stausee der Welt
Reisegruppe aus Benin
Nach dem Stress beim Radeln in der Hauptstadt kommt man bereits nach zwei Tagen in landschaftlich schöne Gebiete: Hier die Mampong Scarp Mountains, ein Gebirge zwischen dem Akosombo-Staudamm und Agogo in der Ashanti Region. Das Foto wurde aufgenommen zwischen Akosombo und Koforidua.
Und auch hier habe ich einen Feldweg gefunden, zwischen Koforidua und Nkawkaw (gespr. Enkaukau)
Unterwegs
Bananen-oder Plantain-Bäume hinter Nkawkaw
Diese Art der Fortbewegung ist mir 2019 erstmalig aufgefallen. Ich dachte, das gäbe es nur in Indien.
Die Hauptkreuzung in Agogo. Ich kam von unten (E = Osten) und fuhr nach rechts (N = Norden)
Banannenmarkt
Nochmal im Mampong-Gebirge
Die Straße nach Dome ist super gut ausgebaut, aber es gibt kaum Verkehr. Die Straße endet dann auch in einer Sackgasse. Eigentlich wollte ich die zweitgrößte Stadt Ghanas, Kumasi, nördlich umfahren, aber in der Regenzeit war das unmöglich.
Reisfelder statt Urwald
Entlang der Straße. Übernachtet habe ich im Zelt bei Bauern oder in einem Guesthouse (für 5 Ghc, umgerechnet 1 EUR) . Dort gibt es noch keinen elektrischen Strom, aber die Masten stehen schon.
Dome – hier ging es nicht weiter, ich musste die 75 km wieder nach Agogo zurückfahren
Regenzeit!
Nach dem dritten Platten und einem losen Zahnrad beendete ich meine Test-Radfahrt. In diesem Laden habe ich das in Accra wieder verkauft, zum halben Preis des Einkaufswertes. Nur den Sattel habe ich behalten, weil der sehr bequem war.

Nach dieser erste (Test-)Radtour hat ich dann 2020 und 2022 weitere Radtouren gemacht und mit Polarsteps dokumentiert.

Islam und Moscheen

Der Islam ist überwiegend im Norden Ghanas oder auch in der Hauptstadt Accra (Stadtteil Nima, Stadtteil Alajo…) anzutreffen. Moscheen sind viel leichter zu erkennen als Kirchen.

Muslimische Hochzeit – anders als bei den Christen wird diese auf der Straße gefeiert, die Frauen ziehen stundenlang tanzend um die Braut herum.
Irgendwann geht es dann in einen Hof, um dort noch weiter zu feiern
Lehrer in Bole
Eine neue Moschee entsteht, noch größer als alle anderen in der Umgebung. Im geschäftstüchtigen Stadtteil Nima (in der Hauptstadt Accra) wird viel Richtung Mekka gebetet und dass ist der muslimischen Minderheit Ghanas ganz besonders wichtig.
Neben mir zwei Brüder. Der eine ist Christ, der andere Moslem.
farbenbrächtige Moschee in Bondoukou, C’dI

Ergänzung: 6 weitere Fotos nach der Radtour 2020

Moschee in Bimbila – anders als die christlichen Kirchen sind die Moscheen in Ghana mit kräftigen Farben angemalt und als solche leicht zu erkennen
Saltpond
zwischen Suhum und Koforidua
bunte Muslime-Gruppe, zwischen Hohoe und Bimbila
während der Radtour, nähe Bimbila

Ergänzung 2024: An dieser Stelle der Hinweis, dass es in Ghana auch Einwanderer gibt, die meisten aus Westafrikanischen Ländern (Elfenbeinküste, Nigeria, Togo, Liberia). Die Einwanderer aus Liberia z.B. leben auch Jahre nach dem Ende des dortigen Bürgerkrieges noch in Ghana, vor allem in Buduburam (westlich von Kasoa) und in Accra. Die Einwanderer haben ihre Glaubensausrichtung mitgenommen, d.h. vor allem das Christentum, ihre muslimische Religion oder ihre traditionelle afrikanischer Religion.

Gottesdienst, Kirche, Beerdigung

Der Sonntags-Gottesdienst ist für die überwiegende Anzahl der Menschen in Ghana sehr wichtig. An Gott glauben alle, und das wird auch so gepredigt. Auf der Straße, in Tro-Tro-Bussen, überall gibt es Prediger, die aus der Bibel vorlesen. Die Gottesdienste sind sehr lebendig, egal wie viele Teilnehmer es sind.

Es gibt „hunderte von“ Kirchen überall in Ghana (wie es auch „hunderte von“ Krankenhäusern und „hunderte von“ Schulen gibt, folglich sind alle diese Kirchen, Krankenhäuser und Schulen sehr klein, also mit wenigen Mitgliedern, Patienten oder Schülern). Die Kirchen kann man oft von außen nicht erkennen, so lange nicht ein Gottesdienst lautstark gefeiert wird. Es wird viel eigene Musik gemacht, gebetet, gesungen, getanzt, und am Ende gibt es immer etwas zu essen und zu trinken, für alle.

St Anne’s Convent in Elmina
Alle Kirchengemeinden wollen wachsen, viele Kirchengebäude bleiben aber im Rohbau stecken.
Gottesdienst in Agogo
Es wird viel und intensiv gebetet. Tut man das nicht, wird man dazu aufgefordert: Pray now!

Video Gottesdienst in Agogo

Friedhof
Beerdigung (der Sarg ist in dem Gebäude aufgebahrt). Todesanzeigen werden per Plakat mit Bild und Alter des Verstorbenen im ganzen Ort bekannt gegeben.

Ergänzung: weitere Fotos nach der Radtour 2020

8-eckige Kirche nähe Bimbila
Kirche mit Holzturm, nähe Suhum
Kirchenumbau – es wird (überall, bei jeder Kirche, bei jeder Moschee) mit großem Mitgliederzuwachs gerechnet
Gottesdienst am Strand in Elmina, dieser findet hier regelmäßig statt. An anderer Stelle in Elmina (direkt an den Salzfeldern) habe ich ebenfalls einen Gottesdienst unter freiem Himmel gesehen (bzw. vielmehr gehört, weil es dort dunkel war).
Beerdigungszug – es werde Geschenke zur Feier gebracht, …
.. und auch die Musik darf nicht fehlen
Friedhof bei Akroso (nähe Nyakrom) während der Radtour auf staubiger Strecke

Beerdigungen werden über viele Tage gefeiert (je nachdem, wie bekannt die verstorbene Person war), und man kommt nicht drum herum, sich mindestens einen halben Tag dazu zu setzten. Es gibt Musik, und immer ein Prediger ist dabei. Die Verwandtschaft ist dabei, es ist ein Familienfest. Alle sitzen stundenlang zusammen, im großen Kreis. Genau genommen in einem großen U, wobei an der Stirnseite immer die wichtigsten Familienmitglieder sitzen.

Ergänzung 2025 (Funeral in Elmina):

Am Vorabend beginnt die Totenwache. Der Sarg wird unter das Zeltdach gebracht, der Tote in Zeltmitte aufgebahrt. Mit der Leiche wird gesprochen, als würde sie noch leben. Kinder laufen um das Bett herum.
Mindestens zwei Prediger müssen es schon sein, und mit einer Flasche 40%-iger Dry Gin beginnt und endet jede Familien-Zeremonie dieser Familie.
Eine Beerdigung geht tagelang, schließlich ist der Jüngste von 11 Geschwistern verstorben. In der Nacht wird getanzt und gebetet,…
… und der Saag mit Wasser, Erde, Tücher und Grabbeigaben. Während der Feierlichkeiten wird immer wieder zwischendurch Geld von den Besuchern gesammelt. Dieses sowie der Nachlass, auch wenn es wenig ist, wird unter den Familienmitgliedern aufgeteilt.

Video Beerdigung in Elmina

Das Begräbnis ist dann weniger spektakulär, da sind auch nur noch wenige Familienmitglieder dabei. Grabbeigaben sind u.a. Seife, Shampoo, Tücher, Kleider und eine Flasche Dry Gin. Auch von mir ist was dabei.

Und es gab es fast zeitgleich in Elmina eine zweite Beerdigung, die in der Nähe des alten Hafens war.

Anders als die erste Beerdigung tragen hier alle Kleider in blau und weiß.
Beerdigung unweit des alten Fischerfafens in Elmina

In dem kleinen Städtchen Moree (eigentlich ist es ein Fischerdorf) gibt es, von außen unscheinbar, eine große Kirche mit lautstarken Gottesdiensten, immer Freitags und Sonntagen.

Video Moulders chapel

Man rechnet auch hier, dass die Anhängerschaft in Zukunft wächst.

In dieser „Kapelle“ wird mit ohrenbetäubener Lautstärke beschallt. Die Mütter mit Kindern bleiben lieber ganz hinten, hinter dem Mischpult.

Leben in Ghana

Wie lebt es sich in einem Land, in dem viele nicht lesen und schreiben können? Die meisten Leute haben keinen Pass oder Personalausweis, keine Kreditkarte und keine Postadresse für Warenlieferungen. Wie werden Informationen weitergegeben?

Alles geht erstaunlich gut. Jeder hilft dem anderen, so gut er kann. Man ist sich einig, dass alle im gleichen Boot sitzen. Jeder hat viele Freunde, überhaupt sind Freundschaften sehr wichtig. „Das ist meine Schwester, mein Bruder, meine Mutter etc.“ ist meist nicht wörtlich zu nehmen. Viele arbeiten auf dem Feld, viele beim Fischfang oder auf den (Lebensmittel-)Märkten. Jeder will etwas verkaufen, und wenn es nur Erdnüsse oder Melonen sind. Oder Handy-Zubehör. Es gibt keine Stelle im südlichen Ghana und wo Menschen wohnen, wo man mehr als 100 Meter laufen muss, um wirklich alles zu bekommen, was man zum Leben braucht. Und man braucht nicht viel, um Glücklich zu sein. Immer ist jemand um einem herum, der helfen kann.

Allerdings ist auch jeder mit jedem verschuldet, weil Geld immer knapp ist. Auch in Ghana muss man für eine Hütte Miete bezahlen, und (soweit vorhanden) auch für Strom, und immer schön im Voraus. Für Stromzähler gibt es eine Prepaid-Karte. Weil es keine Personalausweise gibt und Stromzähler einen festen Standort haben, ist diese Karte mit der Zählernummer auch gleichzeitig der Nachweis für den Wohnort, also eine Meldebescheinigung für Behörden, Banken oder bei der Polizei. Nach Wahlen gibt es noch ein weiteres, wichtiges Dokument: die Voter-Card, das ist die Wahlbenachrichtigung, die auch ein Lichtbild enthält.

Informationen werden über Lautsprecher weitergegeben, über lautes Rufen (z.B. bei Tro-Tro- oder Taxi-Fahrten) oder über angemalte Hauswände. Werbung gibt es, läuft allerdings ins leere (weil kein Geld da oder man nicht lesen kann). Die quasi nicht vorhandene Werbung und der überschaubare Besitz ist, so meine ich, der Schlüssel zum Glücklich sein.

Vieles wird auch nur mündlich weiter gegeben, „My mother told me …“ habe ich oft gehört, wenn es um Familientraditionen geht. Übrigens: Eine starke Rolle der Frau (Matriarchat) gab es in den größten Teilen von Ghana. Ihr Besitz wurde (nur) an die Töchter vererbt (lt. meinem Reiseführer). Das hat sich im südlichen Ghana nicht oder nur leicht geändert. Frauen streiten lautstark um die Preise des frisch gefangenen Fisches oder schlagen sich, welche Familie für die Beerdigungskosten aufkommen muss. Die Männer sind überwiegend im Hafen und auf den Felder anzutreffen, oder sind Fahrer von Linientaxis, normalen Taxis und Tro-Tro-Bussen. Frauen sind auf dem Markt und sind für die Kinder zuständig, die auf dem Rücken mitgeschleppt werden. Jugendliche helfen überall selbstverständlich mit. Diese Rollenaufteilung gilt jedoch nur in christlichen Gebieten. In muslimischen Gegenden sitzen die Männer den ganzen Tag faul unter Bäumen und gehen fünfmal am Tag mit gewaschenen Füßen zum Beten in die nächste Moschee.

Was einem im Straßenbild sofort auffällt sind die vielen Kinder. Es wird miteinander gespielt, überall. Fußballplätze gibt es überall und werden jeden Abend intensiv genutzt. Es gibt sehr viele kleine Schulen, die Kinder haben selbstgenähte Schuluniformen und fahren oft mit dem Schulbus zur Schule. Es gehen die meisten, aber längst nicht alle zur Schule.

Im Fernsehen Ghanas laufen Sendungen fast nur über ghanaische oder westafrikanische Themen (Nachrichten, Gesundheitsthemen, Anti-Korruptionskampagnen). Als Unterhaltung sind auch Schnultz-Sendungen aus Indien beliebt. Amerikanische oder internationale Filme habe ich nie gesehen. Einen richtigen Kult wird gemacht über wohlgenährte, tanzende Frauen mit „dicken Ärschen“, vor allem in den Pubs. Da tanzt dann jeder mit. Auch Gospelsongs werden gerne gesehen und gehört, aber auch afrikanische Pop-Songs. Wer einen Fernseher hat, der funktioniert, lässt diesen auch laufen. Wer ein Radio hat, das funktioniert, schaltet dieses auch lautstark ein.

Ein Radiosender für lokale Nachrichten
Am Busbahnhof ist es immer laut, da die Zielorte der Tro-Tro-Busse bekannt gegeben werden müssen.
In Ghana gibt es pro Einwohner mehr Handys als in Deutschland, und auch die Übertragungsrate (Fotos, Videos, Voip-Telefonate) ist deutlich besser. Vermutlich liegt das an einer hohen Sendeleistung, die in Europa nicht zugelassen wäre. Echtes WLAN ist selten zu finden, nur in großen Hotels an der Küste. Foto von 12/2020 nähe Agogo..
Es ist gar nicht so einfach, an ein Postfach zu kommen. Hier kommt meine Post an.
Seit 2022 gibt es die „Digital Adress“, das sind Schilder an jedem Gebäude, die neben dem Straßennamen auch einen QR-Code (mit den GPS-Koordinaten) enthält.
China investiert in Satelliten-TV (nicht nur in Ghana, sondern auch in den Nachbarländen Westafrikas)
Alkoholische Produkte „nur für +18-jährige“ und nicht für Schwangere. In Ghana wird wenig Alkohol getrunken und so gut wie gar nicht geraucht, so mein Eindruck.
Lebensgroße Skulpturen gibt es in jeder größeren Stadt (hier an einer Hauswand in Kumasi, Asafo Car Station).
Kumasi, Asafo-Station (hier fahren die Busse nach Cape Coast, Accra und Agogo ab)

Die Welt verändert sich, auch in Ghana.

Der selbe Laden, die gleiche Straße am Strand, erst grün, …
… dann blau, …
dann gelb (die PUP – Power Unity Party – ist eine neue Partei, die zur Parlamentswahl im Dezember 2020 antreten wollte). Die Palme mit dem schrägen Baumstamm ist verschwunden, die Ersatzpflanzung 2 Jahre später auch.
Zwischen 2022 (neue dig. Adresse) und 2025 sind ein paar Kiosk’s hinzugekommen, die neben dem -jetzt wieder blauem- Laden stehen
Die Pflanzen sind gewachsen und hinter Agacious-Joint-Getränkeladen ist eine Terasse 09/2025
2022, als der Laden noch gelb war, wurde der schöne Sandstrand durch einen Steinwall ersetzt. Grund: Der Meeresspiegel könnte weiter ansteingen. Und die holländischen Planer haben in Elmina gleich zwei Steinwälle bauen lassen, so dass ein neuer Hafen entstand.
Das Wasser an der Küste steigt. Das hält die Besitzer dieses Ladens nicht ab, hier noch zu verkaufen.
Es wird ein gewaltiger Damm gebaut, der 2/3 der ghanaischen Küste einnehmen wird. So gut wie alle Sandstrände verschwinden, so meine Befürchtung. Es gibt keine Rücksicht auf Fischerdörfer oder Hotelanlagen. Denn das Wasser steigt. Oder hat sich ein Minister profilieren wollen? Fakt ist, dass viele schöne Strände entlang der gesamten ghanaischen Küste ereits verschwunden sind. Das Vorhaben nennt sich „Sea Defence Project“.
Dieser Spielautomat wurde entfernt – er passt nicht mehr in die Zeit. Stattdessen gibt es jetzt einen Fernseher mehr in dieser Kneipe

Kunst und Kultur

Die Afrikaner legen viel Wert auf ihre eigene Kultur, und man sieht vielerorts Selbstgemaltes oder -Geschnitztes

Baum bei den Boti-Waterfalls nahe Koforidua
Selbst gemalte Szene in einer Bar
zwischen lauten Musikboxen und Palmen – der Mann trägt die Taschen, die attraktive Frau den Klunker

Ergänzung: weitere Fotos zum Thema „Läden“ nach der Radtour 2020

Es wird allesmögliche einzeln verkauft: Reifen, …
… alte Fernseher und …
Grills (zum Kochen zu Hause und in Garküchen)
In einer Kneipe, morgens früh in der Hafenstadt Thema. Schnaps in Gläsern und Beuteln.
Auspuffe – Kfz-Werkstatt in Tema

Ergänzung: 1x Foto Elmina Ladenreihe 04/2025 und 1x in 01/2026