An einem schönen Januartag bringe ich einen Brief zum Briefkasten.
Ende der kleinen Videoserie 01/2026
with / mit'm e-Bike / avec vélo électrique / à / nach / to Ghana in West-Afrika
An einem schönen Januartag bringe ich einen Brief zum Briefkasten.
Ende der kleinen Videoserie 01/2026
Das Quadvelo hatte ursprünglich einen ZF-Motor von Sachs (48 V, 250W/700W, Drehmoment 112 Nm) mit einem 52-iger Kettenblatt vorne und einer 9-Gang-Kettenschaltung hinten (Kassette mit31 Zähnen im ersten und 13 Zähnen im neunten Gang). Der Rad-Durchmesser beträgt ca. 49 cm.
Mein Quadvelo soll umgebaut werden. Nach dem Einbau eines Bafang-Motors BBS02B – G340 (36 V, 250W/500W Drehmoment max. 100 Nm) mit einem Bafang-52T-Kettenblatt, an welchem ein Kettenblatt mit 56 Zähnen angeschraubt ist, soll jetzt wegen des erheblich höheren Übersetzungsspektrum noch ein Pinion-Getriebe C1.12 mit Lenkerend-Schalthebel eingebaut werden. D.h. es muss die Kettenschaltung ausgebaut und das Differenzial in der Hinterachse ausgetauscht werden, was nur beim Hersteller Velomo gemacht werden kann.



Ziel ist es, das Quadvelo zu einem Wohnmobil auszubauen.




Zur Entnahme des Netzsitzes (inklusive Rückenstütze und Montageschiene) sind sechs M8-Rändelschrauben zu lösen.
Eine Alternative könnte der klappbare ErgoMesh Premium-Sitz von HP Velotechnik sein.
Die Wohnmobil-Idee schlummert schon seit 2024 in meinem Kopf. Hier die Notizen dazu:
Fahrten mit TroTro-Cars und verschiedenen Arten von Taxis
Ich war nicht nur mit dem Fahrrad unterwegs, sondern auch sehr häufig mit öffentlichen Verkehrsmittel. Bei den Touren mit Polarsteps-Aufzeichnung betrifft das 2025
Die TroTro-Cars sind meist (Klein-)Bus für 9 ca. 20 Personen Die Taxis kann man aufteilen in
Sehr viele Menschen arbeiten im Bereich Handel und Verkauf von Waren, meist als selbstständige Kleinhändler auf Märkten, oder versuchen am Straßenrand ihre Waren zu verkaufen. Rund ein Drittel sind Kleinbauern oder Fischer. Ziemlich wenige sind in Behörden beschäftigt (diese Jobs sind begehrt) und auch im Bereich Industrie/Häfen/Flughäfen dürften aktuell noch recht wenige Menschen beschäftigt sein. Es fehlen Arbeitsplätze, so der Tenor in vielen Gesprächen, die ich führte.
Also werden überwiegend landwirtschaftliche Produkte wie Yam, Cassava (Maniok), Gemüse, Zwiebeln, Paprika, Kokosnüsse, Erd- und andere Nüsse und Obst wie Plantain (Kochbananen) / Bananen, Ananas, Orangen, selbstgebackene Kekse, Toastbrot (in englischer Qualität), Wasser/Getränke/Eis/Wassermelonen und ähnliches auf Märkte und Wochenmärkte, an TroTro-Stations und anderen Plätzen verkauft.

Jede Stadt und jedes größere Dorf hat einen Wochenmarkt. Im Norden (Upper West und Upper East Region) ist das nicht alle sieben, sondern alle sechs Tage. Warum das so ist, konnte mir keiner erklären. Möglicherweise ist das ein Rhythmus ist, der älter ist als vermutlich mit der Kolonialzeit eingeführte Kalenderwoche mit sieben Tage pro Woche.



Frauen wie Männer laufen auch die Straße entlang und klappern die Nachbarschaft ab, um etwas zu verkaufen. Gekochte Eier mit scharfer Pepper-Soße und frittierte Getreidebällchen, geräucherter Fisch oder Calamares-Ringe (teuer!) gibt es oft an TroTro-Stations. Oder es wird Wasser in Beuteln (Pure-Water 0,50 Ghc) oder Flaschen (5 bis 8 Ghc) verkauft, wie hier auf dem Zwiebelmarkt in Dominase.

Auf manchen Märkten wird nur mit einer Frucht oder Ware gehandelt, wie Zwiebeln in Dominase, Kokosnüsse im Süden von Kumasi oder Kenkey in Yamoransa, Ananas- und Orangenfrüchte bei Kisi.


Aber auch Kleidung/Schuhe, Haushaltswaren wie Metall- und Plastikschüsseln, Luftmatratzen, Klopapier, Zahnpasta und technische Kleingeräte wie Handys, Handyhüllen, Kopfhörer, Ladegeräte und Möbel wie Sofas, Stühle, Holzsärge, Matratzen, Holzspielzeug, Vorhängeschlösser und alles, was der Mensch sonst noch so braucht, wird am Straßenrand, in kleinen Läden verkauf.

In ländlichen Gegenden ist der Wochenmarkt immer unter Strohdächern.
Auto- und Fahrrad-Reparaturläden (insbesondere für Reifen) und Tankstellen, Benzinverkauf in Flaschen, Blöcke, Holzlatten, Wellblech, Wassertanks, kleine Elektroinstallationsläden für den Häuserbau, Feuerholz etc. gibt es überall.
Verkauft wird auch an Ampeln zwischen den fahrenden Autos oder LKW’s, z.B. Scheibenwischer oder Sonnenbrillen. Eher selten, aber manchmal auch von (älteren) Kindern (die logischerweise nicht gleichzeitig zur Schule gehen können, siehe „Schulen in Ghana“).

Von den Verkaufszahlen nach eigener Schätzung eher wenig wird in Supermärkten verkauft, wie im Melcom (Supermarkt-Kette, gibt es in den größeren Städten) oder in den großen Malls in und um Accra und Kumasi.


Doch das Leben in Ghana findet weiterhin überwiegend auf oder neben der Straße statt.
Festivals gibt es überall in Ghana. Im Süden werden die Könige und auch die Queenmother’s durch die Straßen getragen (z.B. in Elmina und in Asebu, nur habe ich das selbst noch nie gesehen). In Cape Coast gibt jedes Jahr den Orange Friday, eine Art Straßenkarneval.
In der Volta-Region im Osten von Ghana war ich im November 2025 in Akatsi. Dort gab es ein Festprogramm, dass die Kriege der Ewe-Vorfahren (Ewe ist ein Volksstamm) mit Blut und Asche nachspielt (auf dem Festplatz). Im Abendprogramm gab es die „Mama Avenor 2025“-Miss-Wahl auf einer großen Bühne, mit viel Getanze und bei guter Stimmung.



Die Zuschauer sitzen unter Sonnenschirmen, nach Familien und Stammeshalter aufgeteilt. Es ist alles gut organisiert.




Gleiches Festival, jedoch am Abend: das Bühnenprogramm mit „Mama Avenor 2025“:



Soweit das Programm in Akatsi, zu dem es hier noch mehr Infos, Fotos & Videos gibt.
Im Sept. 2025 gab es in Ho das „Asogli Teza“-Festival. An einem der Abende war die Choral Music Night:

Die vielen Teilnehmenden werden von Trommelmusik und Chorgesang begleitet



und Willi tanzt auch …
… zur Freude aller.
Eines der größten Volksfeste ist der „Orange Friday“, bei dem jedes Jahr mehr Leute teilnehmen. Es findet jedes Jahr am ersten Freitag im August statt.


vorläufiges Ende, Fortsetzung folgt.
Im Norden Ghanas ist es am trockensten, sollte man meinen. Doch gefühlt war es recht grün und es gab viele kleine Seen und Stauseen, zumindest bei den Städten Bolgatanga, Paga und Navrongo, wo ich -mal wieder- mit dem Fahrrad unterwegs war.

Im Süden wird viel gearbeitet, sollte man meinen. Stimmt auch, doch es wird auch viel gefeiert. In der Volta-Region gab es in der dreimonatigen Zeit meiner siebten Ghana-Reise zwei Festivals: in Ho und in Akatsi (siehe dazu den neuen Ghana-Fotobericht „Festivals“ -dort war ich mal ohne Fahrrad. Neu ist auch der Fotobericht „Einkaufen & Märkte“.
Mit Fahrrad im Süden: Eine 5-Tages-Tour an der Küste entlang von Cape-Coast bis Takoradi und je eine Tages-Tour in Kumasi und rund um Elmina. Ich konnte auch zwei Schulen besuchen, die Spenden aus Deutschland bekommen: Edith’s Baobab-Farm und -Schule und Kwäsi’s Farm-of-Hope, eine Schule, die nordwestlich von Buduburam liegt.
Hier nun (nur) wenige Fotos, die nicht über Links aufgerufen werden können: vom Berg Adaklu, von Buduburam und von Cape Coast.



Ein bisschen Kondition und Trittsicherheit ist schon nötig, um die 200 Höhenmeter vom Fuß des Berges (200 m ü.NHN) bis zur Höhle zu erklimmen. Der Berg liegt gut 10 km südlich von Ho, ist knapp 600 m hoch und ist auch ein heiliger Ort der Ewe-Ethnie.
Weitere Fotos in wahlloser Folge:
Die Strecke bei Buduburam ist immer noch „under construction“, sprich Baustelle.


In Cape Coast/Elmina/Eguase habe ich sehr viel erlebt. Stellvertretend nachfolgende Fotos.







Stationen mit Datum – die Nummern entsprechen den Nummern der „7. Ghana-Reise“-Karte:
1, 38 Accra Airport Ankunft 9. Sept. + Rückflug 15. Dez. 2025
2, 6, 30 Achimota 9.9-11.9.
3, 7, 9, 11, 13, 24, 26, 29, 37 Cape Coast + Elmina + Eguase + Yamoransa (Blue-Yellow-Guesthouse)
4 Adaklu Bergtour 24.9.
5 Ho Festival 24.9.
(6) Achimota (Mary’s Guesthouse) 25.-26.9.
8, 34 Kokrobite am 3.-5.10.
10, 14 Mankessim’s Mittwochs-Markt am 8.10.
12, 28 Takoradi Ghana-Card 13.10.
(14) Mankessim Treffen Richard am 15.10.
15, 23 Kumasi 16.-17.10.
16, 18 Bolga Fahrradkauf 18-21.10.
17 Tongo-Hills 21.10.
(18) Bolga Fahrradtest 21. bis 23.10.
19 Paga 23-26.10. und Navrongo Hinweg 26.10.
20 Chiana am 26.10. und Nakong Zeltübernachtung Chief Palast am 27.10.
21 Navrongo Rückweg 28-29.10.
22 Tamale (Durchfahrt am 29.10.)
(23) Kumasi 29-31.10.
25 Kisi Baobab Schule am 11.11.
27 Küsten-Radtour Eguase 17.11. bis Baobab-Farm 18.11.
28 Küsten-Radtour Ko-Sa 19.11. bis Takoradi 20.11.
(30) Achimota (Linda’s-Guesthouse) 28.11.
31 Akatsi Festival am 29.11.
32 Keta-Lagoon 30.11.
33 Volta-Querung+Ada 1.12.
34 Kokrobite am 2.12.
35 Buduburam Richards neue Schule 2.12.
36 Buduburam Schule Farm of Hope 3.12.
(38) Accra-Rückflug 15.12.
Während meiner sechsten Reise hatte es sich ergeben, dass ich neben einer Schule übernachten konnte. Ich hatte dann Gespräche mit dem Betreiber (der privat geführten) Schule und dem Schulleiter, so dass ich die Erlaubnis bekam, ein paar Aufnahmen während des Unterrichts durchzuführen.




Die Schule platzt aus allen Nähten, so dass (Stand Feb. 2025) im Klassenraum 5 der Mittelgang mit querstehenden Schreibtischen voll gestellt werden muss (es gab noch weitere Klassenzimmer).

Der Unterricht findet auch vor der Schule und im Innenhof statt.
Die Schule hat einen Neubau errichtet …

… und 10 Monate später sind bereits alle Klassen umgezogen
Nicht allzu weit nördlich dieser Schule gibt es eine weitere Schule, die sich „Farm of Hope“ nennt und die mit deutscher Förderung dort auch eine Trinkwasseranlage betreibt. Dort sind die Klassenräume viel größer, und das quartalsweise im Voraus zu zahlende Schulgeld ist aufgrund der Förderung nur halb so hoch.
Diese und eine weitere Schule habe ich besucht Ende 2025: Hier eine Art Besuchsbericht über
Rund 80 % der Kinder gehen in eine Schule. Kreidetafel einer staatlichen Schule.

In Takoradi und in Cape Coast (und wohl auch in anderen Städten) gibt es Universitäten, die gut entwickelte eigene Stadtteile sind und z.B. eigene öffentliche Krankenhäuser, Banken, Postämter, Studentenapartments haben.
Dieses Mal war ich nur im Süden zwischen Accra und Cape Coast. Der Anlass war eher traurig. Eine Freundin ist gestorben, d.h. ich war auf einer Beerdigung (Funeral) in Elmina. Anschließend habe ich die Einkaufsmöglichkeiten erroiert -sie liegen allesamt zwischen im Großraum Accra- und habe am Schluss der Reise und erstmalig eine Schule näher kennegelernt. Auch ein Strandtag war dabei.

Die Stationen der sechsten Reise lagen alle entlang der Küstenstraße N1, die derzeit (Stand 02/2025) zur „Autobahn“ ausgebaut wird. Konkret bedeutet das, dass die 40 km-lange Strecke zwischen Kasoa und Winneba „under construction“ steht und alles extrem staubig ist. Der alte Asphaltbelag ist komplett weg und ein Neuer noch nicht da, denn nach dem Abriss müssen ja erst die Brücken und die Mittelleitblanke aus Beton geplant und gebaut werden. Also quählt sich der Verkehr, Tro-Tros wie LKWs, auchmal ein Fahrrad ist dabei, auf der Kies- und Sandpiste neben der alten Strecke. Das dauert für die 40 km bis Winneba-Junktion schon mal 2 bis 3 Stunden länger, und das gilt für beide Richtungen. Morgens kommt Richung Accra noch der Berufsverkehr hinzu.

Zwischen der EU-Chinatown und der West-Hills-Mall / China-Mall gibt es noch meinen Lieblings-Laden: den Super Save in Weija. Denn dieser hat neben den überall erhältlichen Elektroartikel-Marken „Brühm“, „Asano“ und „LG“ auch, zumindest rudimentär, eine Baumarkt-Abteilung (ein sogenannter DIY Store). Als Auswanderer in spe ist es gut zu wissen, dass man mit ein bisschen Sucherei alles in Ghana kaufen kann, was man so braucht. Denn im Super-Save gibt es schon ein bisschen mehr als nur Klimaanlagen, Notstromaggregate, Gasherde und Fernseher.
Bei dem Markennamen BRÜHM (wird mit Umlaut ü geschrieben) denkt man an einen deutschen oder türkischen Hersteller, doch das stimmt wohl nicht. Von Brühm gibt es Kühltruhen und -schränke, Air Conditions (AC), Flachbildschirme, Überwachungskameras, Gasherde, Mikrowellenherde, Frittiergeäte und ähnliches.
Überall im Land gibt es die Melcom-Supermärkte in unterschiedlichen Größen (einer der größten Melcoms ist in der Achimota-Mall). Auch wenn kaum einer dort einkauft, die Preise sind exakt so wie auf den beliebten Innenstadt-Märkten. Und Äpfel gibt es inzwischen auch fast überall.

Was nicht auf dem Kopf getragen werden kann, wird am Straßenrand verkauft (z.B. Möbel).

Am Strand in Moree bei Cape Coast.


Strandtag in Kokrobite (südlich von Kasoa)


Nach genau einem Monat gings dann wieder zurück nach Deutschland, im Gepäck ein paar Reisemitbringsel (jedes Jahr wird es mehr, was ich für ghanaische Bekannte, die in Deutschland leben, zurückbringen muss). Umgekehrt auch:

Auf dem Hinweg nach Ghana übrigens nehme ich immer Salami und Schweizer Käse mit (für Deutsche und Schweizer, die in Ghana leben) sowie (Kinder-)Schuhe, Parfüm und Windeln und Süßigkeiten (für eine Familie in Koforidua). Meine nächste Reise wird wieder nach Ghana sein, voraussichtlich noch dieses Jahr (03/2025).
Mit einem Solar-Fahrrad gefahren bin ich
2020 von Deutschland nach Portugal (siehe Radreise nach Portugal 2020)
2021 mit einem ausgeliehenen Solar-Trike von Deutschland nach Brüssel (SunTrip-Prologue) und zurück (Rückfahrt Brüssel->Luxemburg->Saar->Nahe) sowie
2022 von Portugal nach Marokko (siehe Willi’s Solar-Radtour 2022).
Radtouren mit einem normalen Fahrrad in Ghana waren
2025 die Radtour in und um Bolgatanga und Navrongo ganz im Norden von Ghana, eine Sightseeing-Tagestour in Kumasi und die Küstenradtour von Cape Coast nach Takoradi,
2022 die drei Radtouren Upper West + Savannah, von Kumasi bis Obuasi in der Ashanti Region und eine weitere Küsten-Radtour in der Central Region von Mankessim nach Cape Coast,
2020 einmal um den Volta-Stausee mit einer Unterbrechung von der Senchi-Brücke bis Hohoe und einer weiteren von Yeji bis Kumasi – diese Strecken bin ich mit einem TroTro-Bus gefahren ( siehe Willi’s zweite Ghana-Radreise ) und
2019 die (Test-)Radtour von Accra nach Agogo.