Siebte Reise 2025

Im Norden Ghanas ist es am trockensten, sollte man meinen. Doch gefühlt war es recht grün und es gab viele kleine Seen und Stauseen, zumindest bei den Städten Bolgatanga, Paga und Navrongo, wo ich -mal wieder- mit dem Fahrrad unterwegs war.

Im Süden wird viel gearbeitet, sollte man meinen. Stimmt auch, doch es wird auch viel gefeiert. In der Volta-Region gab es in der dreimonatigen Zeit meiner siebten Ghana-Reise zwei Festivals: in Ho und in Akatsi (siehe dazu den neuen Ghana-Fotobericht „Festivals“ -dort war ich mal ohne Fahrrad. Neu ist auch der Fotobericht „Einkaufen & Märkte“.

Mit Fahrrad im Süden: Eine 5-Tages-Tour an der Küste entlang von Cape-Coast bis Takoradi und je eine Tages-Tour in Kumasi und rund um Elmina. Ich konnte auch zwei Schulen besuchen, die Spenden aus Deutschland bekommen: Edith’s Baobab-Farm und -Schule und Kwäsi’s Farm-of-Hope, eine Schule, die nordwestlich von Buduburam liegt.

Hier nun (nur) wenige Fotos, die nicht über Links aufgerufen werden können: vom Berg Adaklu, von Buduburam und von Cape Coast.

Blick vom Berg zur Straße Richtung nach Ho
Stamm eines Baobab-Baum
Das Ziel: Höhle im Adaklu Mountain erreicht

Ein bisschen Kondition und Trittsicherheit ist schon nötig, um die 200 Höhenmeter vom Fuß des Berges (200 m ü.NHN) bis zur Höhle zu erklimmen. Der Berg liegt gut 10 km südlich von Ho, ist knapp 600 m hoch und ist auch ein heiliger Ort der Ewe-Ethnie.

Weitere Fotos in wahlloser Folge:

Die Strecke bei Buduburam ist immer noch „under construction“, sprich Baustelle.

Straße N1 bei Buduburam (Baustelle mit 2 bis 3 Stunden Verzögerung durch Stau)
Spielhalle in Kokrobite hinter dem Sportplatz

In Cape Coast/Elmina/Eguase habe ich sehr viel erlebt. Stellvertretend nachfolgende Fotos.

Eine Holzhütte mit Terrasse als Wohnort einer 4-köpfigen Familie
Blick vom Fort St. Jago auf die Elmina Castle am Abend 9/2025
Was macht ein Bagger am Hafen in Elmina?
Er angelte einen Motor aus dem Wasser – Am Horizont ist die Elmina Castle zu sehen
Asafo Posuban Shrine Elmina, Stand 30.09.2025 – das Gebäude wurde leider abgerissen?
Strohdach für die Fischträucherung bei „daBreeze“ 10/2025
Fischfang mit Körben in der Fosu Lagoon bei Bakaano (Cape Coast 11/2025)
Post Office Elmina am Abend 11/2025
Strandterrasse in Elmina (mit Blick auf den neuen Hafen und der Castle)
Ein LKW droht zu kippen, Moree Junktion 12/2025

Stationen mit Datum – die Nummern entsprechen den Nummern der „7. Ghana-Reise“-Karte:

1, 38 Accra Airport Ankunft 9. Sept. + Rückflug 15. Dez. 2025

2, 6, 30 Achimota 9.9-11.9.

3, 7, 9, 11, 13, 24, 26, 29, 37 Cape Coast + Elmina + Eguase + Yamoransa (Blue-Yellow-Guesthouse)

4 Adaklu Bergtour 24.9.

5 Ho Festival 24.9.

(6) Achimota (Mary’s Guesthouse) 25.-26.9.

8, 34 Kokrobite am 3.-5.10.

10, 14 Mankessim’s Mittwochs-Markt am 8.10.

12, 28 Takoradi Ghana-Card 13.10.

(14) Mankessim Treffen Richard am 15.10.

15, 23 Kumasi 16.-17.10.

16, 18 Bolga Fahrradkauf 18-21.10.

17 Tongo-Hills 21.10.

(18) Bolga Fahrradtest 21. bis 23.10.

19 Paga 23-26.10. und Navrongo Hinweg 26.10.

20 Chiana am 26.10. und Nakong Zeltübernachtung Chief Palast am 27.10.

21 Navrongo Rückweg 28-29.10.

22 Tamale (Durchfahrt am 29.10.)

(23) Kumasi 29-31.10.

25 Kisi Baobab Schule am 11.11.

27 Küsten-Radtour Eguase 17.11. bis Baobab-Farm 18.11.

28 Küsten-Radtour Ko-Sa 19.11. bis Takoradi 20.11.

(30) Achimota (Linda’s-Guesthouse) 28.11.

31 Akatsi Festival am 29.11.

32 Keta-Lagoon 30.11.

33 Volta-Querung+Ada 1.12.

34 Kokrobite am 2.12.

35 Buduburam Richards neue Schule 2.12.

36 Buduburam Schule Farm of Hope 3.12.

(38) Accra-Rückflug 15.12.

Sechste Reise 2025

Dieses Mal war ich nur im Süden zwischen Accra und Cape Coast. Der Anlass war eher traurig. Eine Freundin ist gestorben, d.h. ich war auf einer Beerdigung (Funeral) in Elmina. Anschließend habe ich die Einkaufsmöglichkeiten erroiert -sie liegen allesamt zwischen im Großraum Accra- und habe am Schluss der Reise und erstmalig eine Schule näher kennegelernt. Auch ein Strandtag war dabei.

Der Großraum Accra erstreckt sich zwischen Tema und Kasoa, d.h da ist so ziemlich alles „verbaut“ und nur die Küstenstraße ermöglicht ein (langsames) vorrankommen. Erst ab Winneba wird es besser, sowohl bezüglich des Verkehrs, als auch bezüglich des Landschaftsbildes (Felder und Landwirtschaft). Die Straße N1 verläuvt erst ab Saltpond in Küstennähe und am Schönsten ist es in Elmina.

Die Stationen der sechsten Reise lagen alle entlang der Küstenstraße N1, die derzeit (Stand 02/2025) zur „Autobahn“ ausgebaut wird. Konkret bedeutet das, dass die 40 km-lange Strecke zwischen Kasoa und Winneba „under construction“ steht und alles extrem staubig ist. Der alte Asphaltbelag ist komplett weg und ein Neuer noch nicht da, denn nach dem Abriss müssen ja erst die Brücken und die Mittelleitblanke aus Beton geplant und gebaut werden. Also quählt sich der Verkehr, Tro-Tros wie LKWs, auchmal ein Fahrrad ist dabei, auf der Kies- und Sandpiste neben der alten Strecke. Das dauert für die 40 km bis Winneba-Junktion schon mal 2 bis 3 Stunden länger, und das gilt für beide Richtungen. Morgens kommt Richung Accra noch der Berufsverkehr hinzu.

Die EU-Chinatown (direkt gegenüber dem McCarthy Hill, wo „die Reichen“ wohnen) und die 10 km entfernte China-Mall (direkt hinter der West Hills Mall, dort ist auch Decathlon angesiedelt) sind vom Namen her leicht zu verwechseln.

Zwischen der EU-Chinatown und der West-Hills-Mall / China-Mall gibt es noch meinen Lieblings-Laden: den Super Save in Weija. Denn dieser hat neben den überall erhältlichen Elektroartikel-Marken „Brühm“, „Asano“ und „LG“ auch, zumindest rudimentär, eine Baumarkt-Abteilung (ein sogenannter DIY Store). Als Auswanderer in spe ist es gut zu wissen, dass man mit ein bisschen Sucherei alles in Ghana kaufen kann, was man so braucht. Denn im Super-Save gibt es schon ein bisschen mehr als nur Klimaanlagen, Notstromaggregate, Gasherde und Fernseher.

Bei dem Markennamen BRÜHM (wird mit Umlaut ü geschrieben) denkt man an einen deutschen oder türkischen Hersteller, doch das stimmt wohl nicht. Von Brühm gibt es Kühltruhen und -schränke, Air Conditions (AC), Flachbildschirme, Überwachungskameras, Gasherde, Mikrowellenherde, Frittiergeäte und ähnliches.

Überall im Land gibt es die Melcom-Supermärkte in unterschiedlichen Größen (einer der größten Melcoms ist in der Achimota-Mall). Auch wenn kaum einer dort einkauft, die Preise sind exakt so wie auf den beliebten Innenstadt-Märkten. Und Äpfel gibt es inzwischen auch fast überall.

No Parking. No Hawking. Hier ist alles verboten – keiner hält sich drann.

Was nicht auf dem Kopf getragen werden kann, wird am Straßenrand verkauft (z.B. Möbel).

Betten (hier mit Lattenrost) und Holztische, aber auch Särge und ähnliches werden am Straßenrand verkauft (hier in Kasoa, an der Straße zum Strand nach Kokrobite)

Am Strand in Moree bei Cape Coast.

Kiesgewinnung am Strand in Moree
aus einem Baumstamm gefertigtes Fischerboot

Strandtag in Kokrobite (südlich von Kasoa)

am Strand in Kokrobite, …
… und natürlich war ich auch baden (als einzigster weit und breit, denn in Ghana kann kaum einer schwimmen)

Nach genau einem Monat gings dann wieder zurück nach Deutschland, im Gepäck ein paar Reisemitbringsel (jedes Jahr wird es mehr, was ich für ghanaische Bekannte, die in Deutschland leben, zurückbringen muss). Umgekehrt auch:

von links oben: Gari, Kivo-Gari, Plantain, Kenkey (fermetierter Reis, alles gut verpackt), selbstgenähte Kleider, Ghanaische Schokolade (die teuerer ist als in Deutschland, aber auch besser schmeckt), Cocoa Body Lotion, Porridge (Tom Brown), selbstgemahte Shearbutter, Maringer Powder (für Teezubereitung)

Auf dem Hinweg nach Ghana übrigens nehme ich immer Salami und Schweizer Käse mit (für Deutsche und Schweizer, die in Ghana leben) sowie (Kinder-)Schuhe, Parfüm und Windeln und Süßigkeiten (für eine Familie in Koforidua). Meine nächste Reise wird wieder nach Ghana sein, voraussichtlich noch dieses Jahr (03/2025).

Erste Reise 2018

Das erste Mal war ich von Ende Dezember 2017 über Silvester bis Februar 2018 in Ghana. Ich wollte insbesondere Leute in Ghana begegnen, ohne diese oder ihr Leben zu ändern. Folglich habe ich bei meiner ersten Ghana Reise keine Touristenattraktionen besucht.

In den sechs Wochen habe ich nur in der Hauptstadt Accra und in der Hafenstadt Cape Coast andere Weiße gesehen, also auch nicht an den Boti-Wasserfällen oder am Botsumtwi-See. Um so mehr wurde mir „Obruni – Obruni (weißer Mann)“ nachgerufen.

eine Siedleragame sonnt sich (bei den Boti-Falls nähe Koforidua). Sie ändern je nach Stimmung und Tageszeit ihre Farbe.
Umbrella-Stone
Dorflinde in Achiase (zwischen Kumasi und dem Stausee Barekese)
am Stausee (Barekese Dam) – Wasserreservoir für Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas
Am Bosumtwi-See, ein großer, kreisrunder See von 10 km Durchmesser. Ich meine, dass es ein Vulkansee sein müsste, aber er soll durch einen Meteorit-Einschlag entstanden sein.
Bosumtwi lake with fishing nets
Am Bosumtwi-See werden Bananas traditionell in Booten ohne Metall transportiert und Süßwasserfische in Netzen gefangen, die von Hand an Land gezogen werden
am Atlanik (Elmina)

Video Fischfang in Cape Coast

in Cape Coast, auf hartem Betonboden
Melcom, eine Supermarkt-Kette. Da geht kaum jemand rein.
Ghana ist ehemalige Kolonie von Groß-Britannien. London Bridge in CC.
Das ist harte Arbeit – Fischfang in Elmina
Schulkinder in Uniform, in Elmina
Kfz-Werkstatt in Koforidua